Amsterdam entdecken – Insider-Tipps aus erster Hand
Wart ihr schon Mal in Amsterdam? Wenn nicht, müsst ihr unbedingt die nächstbeste Gelegenheit ergreifen! Uns hat es so gut gefallen, dass wir unseren Aufenthalt von 4 Tagen auf eine Woche verlängerten. Es war mein drittes Mal in Amsterdam und mir wurde überhaupt nicht langweilig. Wir liebten den Mix aus Neu und Alt, Modern und Traditionell (man kann es gross oder klein schreiben, sagt Duden :-))
Wir hatten das Glück, dass einige unserer Freunde für eine Zeit lang in Amsterdam lebten und uns dadurch zahlreiche Insidertipps geben konnten, welche ich natürlich mit euch teile. Ich werde mit einigen allgemeinen Infos, wie Verkehr und Unterkunft, starten und euch dann die sehenswerten Attraktionen zeigen.
Allgemeine Infos:
Transport:
Wir kauften als Erstes Tagespässe für Amsterdam, welche für den gesamten ÖV in der Stadt galten. (Bus, Tram, Metro und einige Boote). Das Ticket kostete 8 Euro pro Tag und Person. Wir hatten aber auch eine kostenlose Velomiete vom Hotel aus. Am zweiten Tag wagten wir uns dann tatsächlich auf den Fahrrädern durch die Stadt. Wir (vor allem ich) fanden es so toll, dass wir von nun an immer wieder die Velos benutzten. Amsterdams Verkehr wird sozusagen von den Velos regiert. Sie haben riesige Velostreifen und so ziemlich jeder fährt mit dem Fahrrad herum. Es bietet sich auch an, da in der Stadt alles flach ist. Wir würden das Velo jedem empfehlen, wobei wir schlussendlich eine Kombination aus Velo und Metro benutzten. Etwas, dass ich zum Reisen mit den Velos erwähnen möchte, ist dass ihr beim Parken wahrscheinlich auf einer Karte markieren solltet, wo ihr das Velo abgestellt habt. Die Strassen mit Grachten können sehr ähnlich aussehen und bei den hunderten von Velos findet man sein eigenes nicht so schnell.
Unterkunft:
Wir übernachteten im “The Student Hotel Amsterdam City”. Das Hotel ist gleich neben der Metrostation und von dort kommt man direkt ins Zentrum. Im Hotel hat es viele junge Leute und die Atmosphäre ist sehr gemütlich, was uns sehr gefiel. Wir hatten ein modernes, grossräumiges Zimmer. Das beste am Hotel fand ich den gratis Fahrradverleih.
Geld:
Die Holländer bezahlten schon immer viel mit Karte und jetzt mit Covid natürlich noch viel mehr. Wir brauchten nicht einmal unser Bargeld.
Coffee shops:
Wenn ihr schon wisst, was ein Coffee shop in Amsterdam ist, dann könnt ihr gleich zum nächsten Abschnitt wechseln, ansonsten hier die Erklärung: In einem Coffee shop wird vor allem Marihuana verkauft und nicht Kaffee. Wenn ihr also nach einem gemütlichen Ort für eine Tasse von diesem schwarzen Gebräu sucht, dann müsst ihr nach dem Wort “Cafe” suchen.
Sehenswerte Orte und Aktivitäten:
Ich werde als Erstes die eher touristischen Aktivitäten erwähnen, die wir toll fanden. Dann werden die Vorschläge immer mehr weg von den Hauptattraktionen abweichen.
Am ersten Tag kann ich euch empfehlen einfach an den Strassen und Grachten (Kanäle) vorbeizuschlendern und so ein Gefühl für Amsterdam zu entwickeln. Dafür eignen sich die Strassen und gleichnamigen Kanäle Keizersgacht, Herengracht und Prinsengracht sehr gut, da es dort die typischen Gebäude hat.
Jordaan (ein schönes Viertel)
Rijksmuseum
Rotlicht Milieu (ja, es ist das was ihr denkt… Natürlich müsst ihr für euch selber entscheiden, ob ihr das anschauen wollt, oder eher nicht. In Amsterdam gibt es die sogenannte Fensterprostitution. Die Frauen stehen jeweils in den Fenstern und warten auf die Kunden. Im ganzen Viertel “De Wallen” hat es viele neugierige Touristen und Securitas. Es scheint also keine gefährliche Gegend zu sein. Das “Red Light Sectrets” ist ein Museum welches die Prostitution in Amsterdam thematisiert.)
Grachtenfahrt (Ja, es ist sehr touristisch aber ich habe die Boottour jedes Mal gemacht, als ich in Amsterdam war und fand es toll! Die Leute geben euch ein bisschen Hintergrundwissen zu der Stadt und ihr könnt die Häuser und Grachten mal aus einem anderen Winkel sehen.)
9 straatjes (ein Viertel mit schönen kleinen Läden und Cafes)
Albert Cuyp Market (Ein Strassenmarkt mit Food und Non-Food Artikeln, der Markt ist von Montag bis Samstag von 9 bis 17 Uhr geöffnet)
IJ-Hallen (Der grösste Flohmarkt Europas, leider nur einmal pro Monat offen)
Heineken Experience (Das offizielle Heinekenmuseum. Es gibt eine Führung, bei der man viel über die Geschichte der Marke und das Bierbrauen erfährt. Wir hatten das Glück während Corona dort zu sein und dadurch eine Führung mit nur 6 andern Leuten zu haben.)
Vondelpark (ein schöner, grosser Park in Amsterdam-Zuid, der perfekte Ort um mit dem Velo eine Runde zu drehen oder zu lesen.)
Amsterdam-Noord (auf der anderen Seite vom Hafen, ihr seht das auch vom Hauptbahnhof aus. Die Fähren auf die andere Seite sind gratis und fahren alle paar Minuten ab. Auf der anderen Seite findet ihr eine etwas grünere Gegend, der A’dam Look-out, das Eye Filmmuseum und eine Schleuse)
Essen:
Coffee and Coconuts (Unser Lieblingscafe, wir gingen sogar zweimal dort hin)
De Bakkerswinkel (ein weiteres herziges Cafe)
Foodhallen (Es ist ein wenig wie ein Streetfood-Festival aber in einer Halle. Es hat sehr viele verschiedene Spezialitäten. Man setzt sich und bestellt und bezahlt gleich übers Handy. Das Essen wird einem dann gleich an den Platz gebracht.)
Eye Film museum (Ein bisschen teurer, aber an einem warmen Sommerabend kann man das Essen auf der Terrasse mit einem wunderschönen Ausblick auf den Hafen und die Stadt geniessen.)
Öffentliche Bibliothek (Wenn ihr Geld sparen wollt, geht ihr nicht auf den A’dam Look-out sondern in den obersten Stock bei der öffentlichen Bibliothek gleich neben dem NEMO Science Museum. Von dort habt ihr einen tollen Ausblick auf die Stadt. Laut meiner Kollegin gibt es dort ab 20 Uhr alle Desserts für 1 Euro. Wir konnten aber nie ausprobieren, ob das immer noch so ist.)
Vielleicht seht ihr einige Orte, die ich im Post nicht erwähnt habe. Das ist entweder, weil wir keine Zeit hatten, diesen Ort anzuschauen, oder wir finden, dass es nicht erwähnenswert ist (Blumenmarkt, Dam Square)
Ausserhalb von Amsterdam:
Wenn ihr ein wenig länger als nur für ein paar Tage in Amsterdam bleibt, dann sind diese Orte, welche nur wenige Minuten von Amsterdam entfernt sind, ein toller Tagesausflug:
Zaanse Schans (Ein kleines Örtchen mit historischen Gebäuden und Windmühlen. Es hat mehrere Gebäude mit Museen und Läden drinnen und ist nur 17 Minuten vom Hauptbahnhof entfernt. Unter normalen Reisebedingungen kann es ziemlich touristisch werden, aber mit Covid war es perfekt.)
Haarlem (Eine Stadt in Holland welche sehenswert ist. Leider schafften wir es zeitlich nicht mehr bis dort hin, aber wurde uns wärmstes von meiner Freundin empfohlen. Sie sagte auch, dass das Corrie Ten Boom Haus spannender wäre, als das Anne Frank Haus in Amsterdam)
Bevor wir nach Amsterdam gingen, reisten wir durch Deutschland mit dem Zug. Wir schauten uns München, Frankfurt und Köln an. Wenn ihr dazu mehr wissen wollt, könnt ihr hier klicken:
Velo, welches wir auf der Grachtenfahrt sahen.
Gemietete Velos
View from public Library - Aussicht von der öffentlichen Bibliothek
Schleuse bei Amsterdam-Noord
Coffee and Coconuts
Eye Filmmuseum in Amsterdam-Noord, A’dam Look-out
Aussicht vom Eye Filmmuseum
Eingang zu den Foodhallen
Heineken Experience
Coffee and Coconuts Toilette
Zaanse Schans