Engadin im Herbst
Guarda, auf dem Weg nach Lavin
Guarda, das linke Haus ist mit s’Graffito bemalt (die Muster an den Ecken des Hauses)
Vor einer Woche durften wir einen wunderschönen Herbsttag im Engadin verbringen. Das Engadin überrascht mich jedes Mal mit der wahnsinnigen Naturschönheit! Zuvor hatte ich es nur im Winter erlebt, entweder zum Skifahren oder an meinem Geburtstag, als wir einen Ausflug nach Samedan machten. Dieses Mal jedoch gingen wir Mitte Oktober und die Landschaft war natürlich völlig anders. Schon auf dem Weg über den Flüelapass, dem Pass zwischen Davos und dem Engadin, war ich beeindruckt und hätte am liebsten angehalten um Fotos zu schiessen. Die karge Gebirgslandschaft mit dem gelblichen Gras und den vielen kleinen, verzwickten Bergbächlein war wunderschön zu sehen. Auch am Rest des Tages hatte ich viele Gelegenheiten Fotos zu machen:
Schellenurslihaus
Guarda - Lavin
Wanderung vom Bahnhof Guarda nach Guarda
Unser erster Halt war beim Bahnhof Guarda. Von dort aus liefen wir hoch bis ins Dorf, ein kleiner Weg von 1km Länge und 200 Höhenmeter Steigung. Nach 30 Minuten erreichten wir das Zentrum und waren auch schon gleich verliebt! Das Dorf mit weniger als 200 Einwohnern ist sehr lieblich gestaltet. Die meisten Häuser sind mit Blumen dekoriert und die fürs Engadin typischen Hausbemalungen (S’Grafitto) machen den Ort einzigartig. Guarda war die Inspiration für den Künstler Alois Carigiet, als er Schellenursli malte. Man kann das Schellenurslihaus (Hausnummer 51) sogar als Ferienunterkunft mieten! Die ikonische rote Türe jedoch ist beim Haus Nummer 61 zu finden. Im Dorf gibt es ebenfalls ein kleines Museum zum Schellenursli. Man bekommt dort einen guten Eindruck, wie einfach das Leben in den Schweizer Bergen noch vor nicht allzu langer Zeit war. Wirklich beeindruckend!
Nachdem wir einige Zeit im Dorf verbrachte hatten, liefen wir die kurze, relativ flache Wanderung bis nach Lavin. Diverse Wanderwege führen alle ans Ziel, die Wanderung dauerte etwa eine Stunde. Unterwegs assen wir in der warmen Herbstsonne unseren mitgebrachten Lunch. In Lavin stiegen wir in den Zug und fuhren eine Haltestelle zurück bis nach Guarda zu unserem Auto.
Inspirationstüre für das Schellenurslibuch
Scuol
Als nächstes fuhren wir 20 Minuten mit dem Auto bis nach Scuol, da wir dort einige Läden besuchen wollten. Unter anderem gingen wir in die fantastische Metzgerei “Hatecke vivanda genuina”, welche im Volg-Gebäude ist. Die Verkäufer waren sehr kompetent informiert und überaus freundlich und grosszügig. Wir kauften einige Stücke Wildfleisch und Wild-Trockenwürste. Der Besuch dort ist sehr empfehlenswert!
Zuoz
Um unseren Herbsttag zu beenden, fuhren wir nach Zuoz um dort im Restaurant Dorta Znacht zu essen. Der frühere Stall wurde zu einem Restaurant umgebaut und der rustikale Charakter des Gebäudes wurde kunstvoll beibehalten. Der Speisesaal ist wunderschön stimmig dekoriert und das traditionelle Bündneressen genossen wir sehr! Was für ein wunderschöner Abschluss eines sehr gelungenen Tages!
Guarda
Restaurant Dorta, Zuoz
Küche im Schellenursli Museum Guarda