Yosemite erleben – Routen & Highlights
Aussicht vom Sentinel Dome Weg
Yosemite Nationalpark Informationen
Unsere Zeit im Yosemite Nationalpark war fantastisch! Wir verbrachten 2 volle Tage im Park (An- und Abreise an einem anderen Tag) und hätten locker noch eine Woche anhängen können. Genaue Details zu unserer Reise findet ihr hier. In diesem Blogpost geht es um die wichtigen Informationen zum Yosemite Nationalpark.
Yosemite Valley mit Half Dome und El Capitan vom Tunnel View aus gesehen
Zuerst stand ich dem Park etwas skeptisch gegenüber, da ich mir von der Schweiz die Berge gewöhnt bin. Doch schon bei der Einfahrt ins Yosemite Valley änderte sich meine Meinung schlagartig. Egal ob man mit Bergen vertraut ist, oder nicht, die Aussicht ist jedes Mal atemberaubend! Das Tal liegt auf 1200 Metern Höhe und im Juli waren die Temperaturen um die 30 – 38 Grad heiss. Dies war für die Wanderungen etwas anstrengend, aber wenn man die Reise am Morgen antritt und sich immer wieder einmal im kalten Wasser abkühlt, kann man die Zeit dort sehr geniessen.
Unterkunft:
Wegen der Hitze war ich sehr froh, dass wir uns für ein Airbnb entschieden hatten und nicht fürs Campen. Da wir aber spät gebucht hatten, waren viele Orte schon ausgebucht und wir waren etwa 40 Minuten vom Parkeingang entfernt. Das Airbnb war in Ahwahnee, CA und hiess Owl Nest. Die Wohnung war sauber und gross genug für 3 Personen. Am besten waren die vielen Restaurantempfehlungen, die wir gleich testeten.
Essen:
In den Park brachten wir unser Picknick, welches wir auf den Wanderungen assen. Dies ersparte uns viel Zeit und Geld und man muss dazu die Wanderung nicht nach dem Hunger planen. Dazu waren wir mit viel Wasser ausgerüstet, was auch nötig war, da es nicht viele Stationen zum Auffüllen gibt.
Aussicht vom Colombia Rock
Am ersten Abend assen wir in the South Gate Brewing Company, welches ein sehr beliebtes Lokal ist, was wir anhand der langen Warteschlange bemerkten. Mit Reservation sollte man aber gut einen Platz bekommen. Am besten waren die Pommes mit Knoblauch, Parmesan und Ranch Sauce. Ich träume noch heute davon!
Am zweiten Abend assen wir bei El Cid, einem mexikanischen Restaurant, welches gleich auf dem Rückweg von Yosemite an der Strasse liegt. Auch dort waren das Essen und die Drinks fantastisch. Josh war glücklich endlich wieder einmal echtes mexikanisches Essen schmecken zu dürfen.
Nützliches zum Park:
Wenn man vom Südeingang her in den Park gelangt, hat man noch eine 50-minütige Fahrt bis ins Yosemite Valley vor sich. Auf dem Weg sieht man viele verbrannte Bäume von den grossen Waldbränden in 2022, das Tal aber wurde davon glücklicherweise verschont.
Die National Park Service App entdeckten wir erst beim 2. Park, dem Joshua Tree. Die App hätte sich aber schon im Yosemite als sehr nützlich erwiesen. Oftmals hat das Handy keinen Empfang und die App lässt einem im Vorhinein die Parkkarte herunterladen. Alle Wanderwege und wichtigen Wegpunkte sind dort angezeigt.
Die Jahreseintrittskarte für alle Nationalparks in den USA kostet 80 Dollar. Damit erhält man Eintritt für das Auto, 4 Erwachsene und alle Kinder. Normalerweise ist ein Tageseintritt für die Parks 25 Dollar, beim Besuch von 4 Nationalparks lohnt sich die Karte bereits. Tageseintritte sind meistens für eine ganze Woche gültig, man bezahlt also nur einmalig 25 Franken, so auch beim Yosemite.
Aktivitäten:
Sentinel Dome Trail
Der Nationalpark bietet unzählige verschiedene Aktivitäten von Biken, Klettern, Museen, Schwimmen und Wandern an. Wir beschränkten uns auf das Wandern und machten insgesamt 3 verschiedene Wanderungen. Wegen der Hitze achteten wir darauf, dass es nicht allzu steile Wanderungen waren.
Die erste Wanderung führte zum Colombia Rock. Der Start der Wanderung startete bei Camp 4 und ist ein Teil des Upper Yosemite Fall Trailhead. Mit 300 Höhenmetern und 3.2 km Länge ist dies eine einfache Wanderung. Zu oberst darf man eine wunderschöne Aussicht auf das Tal, die Wiesen und den Merced River geniessen.
Vernal Fall vom Mist Trail
Am zweiten Tag fuhren wir erst mit dem Auto in Richtung Glacier Point. Beim Sentinel Dome Trailhead (2400 M.ü.M.) stiegen wir aus und liefen ca. 1 Stunde bei mehr oder weniger flachem Gelände durch den Wald. Beim Abzweiger entschieden wir uns die Felsspalten (Fissures) zu sehen. Zu vorderst, am Ende des Weges hatten wir eine gigantische Aussicht auf das Yosemite Valley. Bilder können der Aussicht gar nicht gerecht werden!
Danach fuhren wir zurück ins Tal und entschieden uns für eine weitere Wanderung entlang des Mist Trails bis zu den Vernal Falls. Bis zu oberst des Wasserfalles sind es 300 Höhenmeter bei 4km Länge. Für die Wanderung kann man einfach dem Mist Trail folgen. Sobald man in die Nähe des Wassers kommt, kann man spüren, wie die Temperaturen angenehmer werden und beim Wasserfall wird man im Frühling und frühen Sommer von der Gischt immer wieder abgekühlt. Gutes Schuhwerk ist empfohlen, da der Boden vom vielen Wasser nass und rutschig sein kann.
Der Merced River hat immer wieder wunderschöne Plätzchen zum Verweilen, Entspannen und eventuell sogar um sich abzukühlen. Ein perfekter Ort um etwas Zeit zu verbringen.
Wie schon zu Beginn erwähnt, hätten wir locker noch 3 – 4 Tage mehr im Park verbringen können und würden jederzeit zurück kommen!
Gischt beim Vernal Fall
Merced River